SOLAR-AQUARIUM
 

 

Ein Solar High-Tech Aufzuchtsbecken.

 

Das Aquarium für die Fensterbank:
2 Liter Salzwasser mit High-Tech

 

Dieses Projekt gehört nicht zum Thema Robotik, jedoch zeigt es im weitestem Sinne auch eine Kombination von Solartechnik und Organik. Auslöser war die Idee ein Solar-Aquarium zu konstruieren, welches die Aufzucht von Artemia (Salinenkrebsen) ermöglicht. Dabei definierte ich die Vorgabe, ein relativ kleines, kostengünstiges und unabhängiges Aquarium zu entwerfen. Das Aquarium sollte um die 2 bis 3 Liter Wasser fassen. Anstelle einer Aquarium-Pumpe wird eine solargetriebene Umwälzpumpe zum Einsatz kommen. Darüber hinaus muss das Aquarium uv- und salzwasser-resistent sein. Mithilfe von Sonnenenergie werden die Akkumulatoren geladen, die wiederum für die Stromversorgung der Umwälzpumpen verantwortlich sind. Für die entsprechende Nahrungs-Versorgung wird wiederum die Sonne dienen, da Sie nützliche Algen im Wasser produziert, die wiederum als Futter für die Artemia dienen.

Die Konstruktion

Zunächst benötigt man einen geeigneten Glasbehälter. Auf die doch recht kostenintensiven, geklebten Mini-Aquarien aus diversen Aquarien-Geschäften sollte man verzichten. Allein schon deshalb, weil das aggressive Salzwasser einer Kompaktglas Lösung weniger anhaben kann als den Dichtungen eines geklebten Aquariums.Beispielsweise in diversen Wohn-Accessoires Shop kann man fündig werden: Blumenvasen aus Glas in allen möglichen Formen. Darunter auch solche, die in ihrem Grundriss quadratisch sind. Begünstigend kommt hinzu, dass diese Vasen nur etwa 5 bis 15 Euro kosten. Wegen des aggressiven Wassers wählt man am besten eine nichtrostende Konstruktion, beispielsweise aus Aluminium-Profilen, welche den Maßen des Glasrahmens anpasst werden müssen. Mit entsprechenden Gewindeschneidern und Aluminium-Schrauben wird die Konstruktions-Elemente miteinander verschraubt.

Die Technik

 

Die große Solarzelle, das Energiezentrum
des Solar-Aquariums

Als geeignete Solarzelle wählte man eine 7,5 Volt 1 Watt Leistung Solarzelle, beizspielsweise aus einem Solar-Batterie-Ladegerät. Diese Solarzelle lädt über eine Lade-Elektronik zwei in Reihe geschaltete Akkumulatoren, die wiederum den Motor mit Strom versorgen. In Serie zum Motor schaltet man ein Potentiometer zur Begrenzung der abgegebenen Leistung. Den Motor bildet ein CD-ROM Laufwerksmotor, der aufgrund seiner langen Lebensdauer und seiner geringen Kosten adäquat ist. Solch ein Laufwerksmotor läuft relativ lautlos. Bei geringen Spannungen reduziert sich seine Drehzahl, was den Anforderungen an eine Umwälzpumpe sehr nahe kommt. Anstelle des Motors hätte auch ein Getriebemotor verwendet werden können, jedoch verbrauchen diese zuviel Strom und sind doch relativ laut. An die Achse des Laufwerksmotors befestigt man eine Kunststoff-Achse mit Schaufel am Ende, die schräg über ein gefrästes Loch im Glasdeckel ins Wasser läuft. Die Kunststoff-Schaufel ähnelt einem Quirlstab und kann leicht mit Flamme und Kunstoffstäbchen geformt werden. Dreht sich der Motor, so rotiert die Schaufel und sorgt für entsprechende Wasser-Verwirbelungen. Diese Verwirbelungen sind notwendig, um dem Wasser Sauerstoff zuzuführen. Des Weiteren verhindert die Wasserbewegung das Abfaulen von Eier-/Futterresten im Aquarium. Eine handelsübliche Aquariumpumpe wäre für ein Artemia-Aquarium nicht geeignet. Diese würde die Artemia-Larven ausfiltern. Eine alternative Luftpumpe könnte die Artemia-Larven zerplatzen lassen.

Die Praxis

Bei sommerlichem Wetter läuft die Umwälzpumpe tagelang, ohne Unterbrechung. Bei herbstlichem Wetter wiederum läuft die Umwälzpumpe nur zirka drei Tage durch. Danach tauscht man die entladenen Akkus durch geladene aus. Eine größer dimensionierte Solarzelle könnte dieses Problem beheben. Alles in Allem ein attraktives Aquarium für die Fensterbank mit einem Minimum an Pflegeaufwand.


SOLAR-AQUARIUM01, Quicktime-Movie, 868 Kbyte
SOLAR-AQUARIUM02, Quicktime-Movie, 832 Kbyte
SOLAR-AQUARIUM03, Quicktime-Movie, 832 Kbyte

 

©wendeling2009