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WETTER-FAX AUF KURZWELLE

Nautische Faxe aus aller Welt.

Inhaber einer Boots- und Funklizenz für die See wissen, wie wichtig nautische Meldungen für die Schiffahrt sind. Und da bei der übertragung von Informationen sehr große Funk-Strecken zu überwinden sind, hat sich die Übermittlung dieser Informationen auf Kurzwelle etabliert. Kurzwelle läßt sich in den Morgen - und Abendstunden über mehrere hundert Kilometer übertragen. "Schuld" daran ist unsere Athmosphäre, welche zu diesen Zeiten quasi einen Reflektor für die Radiowellen bildet. Selbst im Zentrum Deutschlands sind Wetterfaxe aus Skandinavien im Wohnzimmer empfangbar. Und dies ohne einen gigantischen Antennen-Wald.
Die Technik der Übertragung von Faxen ähnelt der Technik des Fernschreibens. Zwei unterschiedlich hohe Töne markieren jeweils eine schwarzen und weißen Punkt. Die schnelle Aussendung dieser Töne, bezogen auf eine festgelegte Zeit, ergeben hintereinander aufgereiht eine Bild-Zeile. Viele dieser Bildzeilen untereinander ergeben eine Bild.

Scanner für Kurzwelle?

Natürlich gibt es viele reine Kurzwellen-Empfänger auf dem Markt. Und hier soll nicht der Versuch unternommen werden, die Empfangsqualitäten eines Kurzwellenempfängers unter denen eines Scanners zu stellen. Vielmehr sei darauf hingewiesen, daß eine ganze Reihe von Scannern auf dem Markt existieren, die auch SSB-fähig sind. SSB-fähig bedeutet, daß der Empfang der beiden Seitenbänder USB und LSB empfangen werden kann. Plastisch kann man sich dies so vorstellen, als teile man ein Radio-Signal oben und unten ab um dadurch zwei neue Signale zu erhalten. Manche Weltempfänger bieten auch den zusätzlichen SSB-Empfang.
Besitzt der Scanner eine SSB-Funktion, so ist zu beachten, daß bei der Wahl von USB (Oberes Seitenband) die am Scanner einzustellende Frequenz immer etwa 2 KHz unter der angegebenen Sendefrequenz der Station eingestellt werden muß. Bei LSB (Unteres Seitenband) sind es 2 KHz mehr.

Antenne

Antennen für Kurzwelle zeichnen sich vor allem dadurch aus, daß sie sehr lang sind. Dies liegt im wesentlichen an der enormen Wellenlänge der Frequenzen bis 30 MHz. Die einfachste Variante ist ein einfacher Draht. Je länger dieser Draht, umso besser der Empfang.
Für den gehobenen Empfang im Wohnzimmer eignen sich Aktiv-Antennen, welche einen eingebauten Verstärker besitzen und mit relativ wenig Platz auskommen.
Kommerzielle Antennen findet man beispielsweise bei SSB-ELEKTRONIK und WIMO.

Software

Für die Decodierung von Wetterfaxen ist ein Decodierprogramm notwendig. Diese gibt es entweder im Bundle mit verschiedenen anderen Decodiermöglichkeiten oder auch vereinzelt als Free- oder Shareware. Auf Macintosh-Ebene gibt es beispielsweise das Programm RADFAX und MULTIMODE. Windows Usern wird zum Beispiel das Programm JVCOMM angeboten.

Los gehts!

Zunächst besorgt man sich eine Liste der Wetterfax-Stationen in der näheren Umgebung und deren Sendezeiten. Die Listen sind im Internet frei herunterladbar, beispielsweise hier.
Anschließend stellt man die entsprechende Frequenz plus-minus 2 Kilohertz (je nach Seitenband) am Scanner ein und startet die Software.
Den Soundausgang des Scanners verbidet man anschließend mit dem Soundeingang des Computers, und ab gehts!

Soundbeispiel

 

®wendeling2003

 

 

Wetterfax mit Isobaren, Kalt- und Warmfronten und Luftdruckangaben.

 

Wetterfax mit Strömungsrichtungen

 

Wetterfax mit Isobaren, Kalt- und Warmfronten und Luftdruckangaben.

 

Sturmwarnung, empfangen mittels Reise-Weltempfänger und Laptop-Mikrofon